West-AAL

Pilotregion

Kurzinformation

West-AAL versteht sich als innovatives Integrations-, Inklusions- und breit angelegtes Pilotprojekt mit dem Fokus technologiegestützte Dienstleistungs- und Prozessinnovation für eine älter werdende Gesellschaft zu gestalten. In diesem Sinne erproben zwölf Projektpartner technikgestütztes Wohnen und Leben in Zusammenarbeit mit sechs verschiedenen Bedarfsträgern aus dem Pflege- und Sozialwesen. Individuell geschnürten Produkt- und Servicepaketen werden über einen Zeitraum von 1,5 Jahren in über 70 Testhauhalten evaluiert.

Ziele und Evaluierungsansätze

Ziel ist die Gestaltung von flexibel einsetzbaren AAL Produkt- und Servicepaketen, die es ermöglichen persönliche Vorlieben, Bedürfnisse und Möglichkeiten sowie Wahlfreiheit und Autonomie der involvierten älteren Personen und sozialen Dienstleister zu berücksichtigen. Im Zuge dessen werden individuell geschnürte Lösungspakete langfristig in unterschiedliche sozio-technische Konstrukte eingebettet und evaluiert, wodurch es gelingt Erkenntnisse im Kontext lokaler und organisatorischer Besonderheiten zu gewinnen.

Die Evaluierungsbereiche und -methoden sind vielfältig und reichen von standardisierten Evaluierungen über Fragebögen und systematische Datenanalysen bis hin zu qualitativen Analysen über Fokusgruppen, Erfahrungstagungen, Einzelinterviews sowie anonyme Feedbackbögen. Das Evaluierungskonzept bezweckt neben der systematischen Messung von Effekten auch die Generierung von implizitem Wissen entlang verschiedener Projektphasen.

Mehr Informationen zur Evaluierung erfahren Sie im unten angeführten Dokument.

Lösungen und Technologien

Das West-AAL Lösungsbündel besteht aus neuen technikbasierten Assistenzlösungen sowohl aus dem AAL und Smart Home Bereich als auch aus modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Um Testhaushalten ein breites Lösungsangebot zur Auswahl zu stellen, wurde zu Projektbeginn eine internationale Marktanalyse zur Erhebung geeigneter Lösungen durchgeführt. Die erhobenen Lösungen wurden vorab aus Sicht verschiedener Testsettings (organisatorische, ethisch-rechtliche und technologische Perspektive) bewertet und zu einem Produktkatalog zusammengeführt.

Um unterschiedliche Bedürfnisse zu erfüllen, werden individuelle Lösungsbündel geschnürt und einzelne Parameter und Services an persönliche Vorlieben bzw. organisatorische Rahmenbedingungen angepasst. In der Testregion West-AAL sind insgesamt 19 Lösungen in sieben Anwendungsbereichen mit 41 verschiedenen Anwendungsfällen im Einsatz.

Mehr Informationen zur detaillierten Aufschlüsselung der einzelnen Anwendungsfälle finden Sie im unten angeführten Dokument.

Testumgebung

So wie die eingesetzten Lösungspakete sind auch die Testsettings breit gefächert. Die Testhaushalte sind an sieben unterschiedlichen Standorten angesiedelt und können drei Wohn- bzw. Betreuungsformen zugeordnet werden.

Die in den Testhaushalten lebenden Personen werden im Rahmen des Projektes von professionellen/diplomierten Fachkräften sowie MitarbeiterInnen der Forschungseinrichtungen laufend begleitet und unterstützt. Rechtliche und ethische Maßnahmen wurden im Projekt interdisziplinär ausgearbeitet. An dieser Stelle soll angeführt werden, dass der Ethikbeirat der Universität Innsbruck die Involvierung der Testpersonen in der durchgeführten Art und Weise als positiv bewertet hat.

Ergebnisse und Zwischenergebnisse

Die bis dato gewonnenen Evaluierungsergebnisse fallen positiv aus. Die Nutzung der Lösungen wird von den Testpersonen überwiegend als sinnvoll, interessant und angenehm bewertet. Die Testpersonen können über die regelmäßig durchgeführte standardisierte Befragung zu den jeweiligen Anwendungsbereichen ihres Testpakets die Wirkung des Einsatzes auf sieben verschiedene Messindikatoren aus dem Bereich der Lebensqualität angeben.

Keine Lösungskategorie hatte bis jetzt eine negative Auswirkung auf die bewerteten Indikatoren der Lebensqualität. Im Rahmen der qualitativen Erhebungen äußern die verschiedenen Anwendergruppen ihre Bereitschaft zur weiteren Nutzung auch nach Projektende. Ziel ist es hierfür im Rahmen der verbleibenden Projektlaufzeit die notwendigen Maßnahmen für den Einsatz der Lösungsbündel im Regelbetrieb einzuleiten.

Eine genauere Interpretation der Ergebnisse sowie eine grafische Darstellung der Daten finden Sie im unten angeführten Dokument.

Laufende Verbreitungsaktivitäten

Um das Projekt in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, werden in Musterwohnungen die Potentiale und Nutzen der eingesetzten Lösungen demonstriert. Die Musterwohnungen sind laufend zugänglich und können nach Terminvereinbarung mit den lokalen Ansprechpartnern besichtigt werden:

Musterwohnung Residenz Veldidenapark in Innsbruck
Ansprechpartner: Mag. Carmen Wachter-Stoffaneller
Kontakt: +43 512 5302 706 bzw. carmen.stoffaneller@seniorenresidenzen.co.at

Seniorenstube von Sozial- und Gesundheitssprengel St. Josef Grins in Kappl
Ansprechpartner: Gottlieb Sailer
Kontakt: +43 (0) 5442-68467 bzw. sailer@grins.tirol.gv.at

Des Weiteren findet jährlich die durch die Testregion West-AAL initiierte Veranstaltung SMARTER LIVES der Universität Innsbruck statt. Ziel ist es Ergebnisse und Lösungen aus AAL Initiativen, Projekten und Pilotregionen öffentlich zugänglich zu machen und die Vernetzung innerhalb relevanter Stakeholder für künftige Kooperationen zu unterstützen.

Projektfakten

Projekttitel: AAL Testregion Westösterreich (West-AAL)
Laufzeit: 01.01.2014 – 31.05.2017
Fördergeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Programmleitung: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
Programm: IKT der Zukunft: benefit – Demografischer Wandel als Chance
Projektkoordinatorin: Mag. Nesrin Ates

Konsortialpartner
Forschungseinrichtungen
Universität Innsbruck – Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus [UIBK]
Austrian Institute of Technology GmbH [AIT]
Fachhochschule Vorarlberg GmbH [FHV]
Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH [UMIT]
Mobile und soziale Dienstleiser (Testeinrichtungen)
Innsbrucker Soziale Dienste GmbH [ISD]
Senioren Residenzen Gemeinnützige Betriebsgesellschaft [SRGB]
Sozial- und Gesundheitssprengel St. Josef [SGG]
Sozialdienste Götzis GmbH [SDG]
Stadtgemeinde Hall in Tirol [STH]
St. Anna-Hilfe für ältere Menschen GmbH [SAH]
IKT-Dienstleister/Systemintegratoren
FAWO GmbH [FAWO]
Gekko it-solutions GmbH [GEKKO]

Weitere Information finden Sie hier.

Kontakt: west-aal@uibk.ac.at